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Grundlagen6 Min. LesedauerMärz 2025

Warum Gold als Absicherung gegen Inflation gilt

Gold hat sich über Jahrhunderte als Wertaufbewahrungsmittel bewährt. Wir erläutern, welche Mechanismen dahinterstehen und warum Anleger in inflationären Phasen auf das Edelmetall setzen.

Inflation bezeichnet den schleichenden Kaufkraftverlust einer Währung. Was heute einen Euro kostet, kostet morgen möglicherweise mehr – und genau hier kommt Gold ins Spiel. Das Edelmetall hat über Jahrtausende hinweg seinen realen Wert weitgehend erhalten, während Papierwährungen kamen und gingen.

Wie funktioniert der Inflationsschutz durch Gold?

Gold ist begrenzt verfügbar. Die gesamte jemals geförderte Goldmenge beträgt laut World Gold Council rund 212.000 Tonnen – und die jährliche Neuförderung wächst langsamer als die globale Geldmenge. Wenn Zentralbanken Geld drucken oder die Zinsen niedrig halten, verliert die Währung an Kaufkraft. Gold hingegen kann nicht inflationiert werden: Es lässt sich nicht am Computer erschaffen.

Reale Rendite vs. nominale Rendite

Anleger unterscheiden zwischen nominaler und realer Rendite. Nominale Renditen geben an, wie viel Prozent ein Vermögen gewachsen ist – ohne die Inflation einzurechnen. Die reale Rendite hingegen zeigt den tatsächlichen Kaufkraftgewinn. In Zeiten hoher Inflation liefern viele Anleihen oder Sparkonten negative Realrenditen. Gold hat in solchen Phasen historisch positive Realrenditen erzielt.

Wichtige Einflussfaktoren auf den Goldpreis

  • Realzinsniveau: Niedrige oder negative Realzinsen machen Gold attraktiver, da es keine Zinsen zahlt, aber auch keine Kaufkraft verliert.
  • US-Dollar: Gold wird global in Dollar gehandelt. Ein schwacher Dollar erhöht den Goldpreis für internationale Käufer.
  • Geopolitische Unsicherheit: In Krisenzeiten steigt die Nachfrage nach sicheren Anlagen.
  • Zentralbankkäufe: Zentralbanken weltweit bauen ihre Goldreserven aus – ein starkes strukturelles Kaufsignal.
  • Angebotssituation: Steigende Förderkosten und erschöpftere Minen begrenzen das Angebot langfristig.

Grenzen des Inflationsschutzes

Gold ist kein perfekter Inflationsschutz. Kurzfristig kann es erheblich im Preis schwanken und Phasen der Underperformance durchlaufen. Anleger sollten Gold daher als Teil eines diversifizierten Portfolios betrachten – nicht als alleinige Strategie. Eine Allokation von 5–15 % des Gesamtvermögens gilt unter unabhängigen Vermögensberatern als sinnvoller Richtwert.

Gold ist Geld. Alles andere ist Kredit.
J. P. Morgan, vor dem US-Kongress, 1912

Fazit

Gold bietet langfristig einen bewährten Schutz gegen Kaufkraftverlust. Wer Inflation absichern möchte, sollte physisches Gold oder goldgedeckte Anlageprodukte in seine Strategie einbeziehen. Entscheidend ist dabei, die persönliche Situation, den Anlagehorizont und die Liquiditätsbedürfnisse zu berücksichtigen. Eine unabhängige Beratung hilft, die richtige Gewichtung zu finden.

Persönliche Beratung

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